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Praxis für Zahnheilkunde
Wolfgang Weidinger


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Praxis für Zahnheilkunde - Wolfgang Weidinger

Parodontose wenn sich das Zahnfleisch entzündet ...

Die Parodontitis, im Volksmund meistens Parodontose genannt, ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates. Sie gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen! Schätzungen zufolge ist jeder 5. davon betroffen.

Eine Parodontitis beginnt immer mit einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Verursacher der Gingivitis sind zumeist bakterielle Zahnbeläge (Plaque). Wird die Zahnfleischentzündung nicht behandelt, kann sich die Entzündung langsam auf das umliegende Bindegewebe ausbreiten. In der Folge bildet sich das Zahnfleisch zurück, so dass die Zahnhälse freiliegen. Durch die Entzündungsreaktion wird schleichend auch der Kieferknochen angegriffen und zerstört. Ihr Zahn verliert seinen Halt, lockert sich und fällt schließlich aus.

Da die Parodontose meist schmerzfrei verläuft, wird sie häufig erst bemerkt, wenn sich bereits ein Zahn gelockert hat. Nehmen Sie deshalb folgende Anzeichen für eine Parodontitis unbedingt ernst:

  • Mundgeruch
  • Zahnfleischbluten
  • länger werdende gelockerte Zähne
  • gelegentlich auch Schmerzen
Mikroskop

Risikofaktoren, die eine Parodontitis begünstigen

Der weitaus größte Teil der Parodontalerkrankungen liegt in einer unzureichenden Mundhygiene begründet. Zudem haben Raucher ein markant höheres Risiko, an Parodontitis zu erkranken als Nichtraucher. Bei Ihnen schreitet die Krankheit häufig auch schneller voran und spricht schlechter auf die Behandlung an. Das Gleiche gilt für Diabetiker: Sie haben ein dreifach höheres Risiko, eine Parodontitis zu entwickeln. Ursachen sind hier vor allem hohe oder stark schwankende Blutzuckerspiegel sowie unbehandelter oder schlecht eingestellter Diabetes.

Etwa 30 % der Bevölkerung haben eine genetische Veranlagung, an Parodontose zu erkranken - trotz guter Mund- und Zahnpflege. Viele Studien zeigen zudem einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und Stress. Als Ursache vermutet man eine stressbedingte Schwächung des Immunsystems.

Schwangere sollten besonders konsequent die tägliche Mundhygiene durchführen, denn die in der Schwangerschaft ausgeschütteten Hormone bewirken oftmals häufigere Zahnfleischerkrankungen.


Parodontose birgt Risiken für Ihre Gesamtgesundheit

Leider beschränken sich die Folgen einer Parodontitis nicht nur auf Mund und Zähne. Sie kann Folgeerkrankungen wie z.B. Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Schlaganfälle und sogar Frühgeburten auslösen. Als Ursache gilt eine Ausschwemmung der in den Zahnfleischtaschen angesiedelten Bakterien in die Blutbahn. Eine Parodontitis sollten Sie deshalb immer behandeln lassen.

Parodontitis-Therapie - sanft und effizient

Eine frühzeitige Erkennung Ihrer Parodontose steigert die Heilungschancen erheblich. Vom Stadium Ihrer Erkrankung hängt die Therapieform ab. Wir beraten Sie eingehend zu allen Optionen, die sich Ihnen bieten und empfehlen Ihnen grundsätzlich den sanftesten und effizientesten Weg zum Behandlungsziel – Antibiotika setzen wir nur dann ein, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Das Ziel jeder Parodontose-Behandlung ist es, die Entzündung zum Stillstand zu bringen. Dazu müssen Zahnbeläge und die krankheitsauslösenden Bakterien in den entstandenen Zahnfleischtaschen, den Spalten zwischen Zahn und Zahnfleisch, beseitigt werden. Zunächst messen wir den Parodontal Screening Index (PSI).

Der PSI ist eine einfache Methode, den Zustand Ihres Zahnfleisches zu bewerten. Mit einer kleinen Sonde ermittle ich an jedem Ihrer Zähne die Tiefe der Zahnfleischtaschen, die Blutungsneigung des Zahnfleisches und eventuelle Rauigkeiten auf den Zahnoberflächen. Aus den Einzelergebnissen errechnet sich ein bestimmter Code, der Auskunft gibt über den Grad Ihrer Parodontose und die Grundlage bildet für Ihre individuelle Therapie. Danach beginnen wir mit der "Tiefenreinigung" Ihrer Zähne und Zahnfleischtaschen und entfernen alle weichen und harten Beläge.

Nach der Ausheilung der Entzündung empfehlen wir Ihnen ein "Minilifting" für Ihr Zahnfleisch, um freiliegende Zahnhälse zu überdecken, und falls notwendig auch die Regeneration Ihres Kieferknochens, wenn er bereits durch die Parodontitis angegriffen wurde.

Nachsorge - Ihre Mithilfe ist gefragt!

Genauso wichtig wie die eigentliche Therapie ist Ihre sorgsame Zahn- und Mundpflege nach der Behandlung und die regelmäßige Nachsorge in unserer Praxis. Dazu gehören regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sowie Prophylaxebehandlungen in individuell auf Sie abgestimmten Zeitabständen. Gerade mit der professionellen Zahnreinigung (PZR) können wir Bakterienansammlungen gründlich entfernen, bevor sie für Ihr Zahnfleisch wieder gefährlich werden. Zusätzlich erhalten Sie wertvolle Tipps für die häusliche Mundhygiene und Ihre Ernährung, Faktoren die ebenfalls ein erneutes Erkrankungsrisiko beeinflussen können.

Nutzen Sie unsere Erfahrung und Kompetenz für die Gesundheit Ihrer Zähne und für Ihr Wohlbefinden! Gerne beraten und unterstützen wir Sie bei Fragen zu Ihrer Parodontitis und Ihrer Behandlung!